Dein bestes Ich

Gehörst du zu denen, die immer positiv denken? Gehst du gerne nach vorne? Packst du Dinge an? Wenn nicht, könnte es an einem der folgenden drei Phänomene liegen, die beim Bewerten von nicht zufriedenstellenden Situationen oft auftauchen:

Personalisieren

Wenn etwas nicht nach deinen Vorstellungen läuft, liegt das immer an dir selbst. Dein Vorgesetzter hat das angesetzte Gespräch mit dir abgesagt, weil du ihm nicht wichtig genug bist. Quatsch! Vielleicht liegt seine Mutter im Sterben oder was auch immer – so eine Absage kann tausend Gründe haben. Eigenverantwortung ist gut, aber das bedeutet nicht, dass du dir für alles die Schuld geben musst. Eine besondere Herausforderung ist das zum Beispiel in der Casting-Welt: Wenn du als Model jedes nicht erfolgreiche Casting persönlich nimmst (und es ist gar nicht so leicht, das nicht zu tun), bist du nach zehn Castings ein psychisches Wrack – weil du neunmal nach Hause geschickt wurdest. Gerade in der Modelwelt geht es aber nicht darum, ob du ein toller Mensch bist, sondern ob du blond, braunhaarig, blau- oder grünäugig bist oder ob du Sommersprossen hast. Und nüchtern betrachtet wurde eben neun Mal ein anderer Typ gesucht. Wie du siehst gibt es äußere Einflüsse, die die Eigenverantwortung in den Hintergrund stellen.

Katastrophisieren

Statt positiven Gedanken, gehst du schnell vom Schlimmsten aus. Was da alles passieren kann! Man stelle sich nur vor, dass …! Wenn das so weitergeht …! Hey, immer mit der Ruhe. Du kennst sicher das Phänomen der sich selbst erfüllenden Prophezeiung: Wenn du erwartest, dass ein bestimmtes Ereignis eintritt, verhältst du dich selbst unbewusst so, dass es das auch tatsächlich tut. Nur weil morgens dein Zahnpastadeckel ins Klo gefallen ist, solltest du den Tag noch nicht abhaken. Vielleicht wird es noch der beste deines Lebens.

„Ich kann nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber so viel kann ich sagen: Es muss anders werden, wenn es besser werden soll.“
Georg Christoph Lichtenberg

Polarisieren

Du denkst und handelst nur in Schwarz oder Weiß. Entweder es gelingt dir etwas richtig gut oder du bist eine Niete darin. Oft eine große Hürde beim positiven Denken. Wenn etwas nicht perfekt läuft, läuft es mies. Ich habe eine ganze Zeit lang mit einer Kundin trainiert, die bei körperlichen Übungen immer nur ihr Scheitern sah: „Ich kann es immer noch nicht!” Dabei machte sie richtig gute Fortschritte. Lerne, Fortschritte wahrzunehmen und zu würdigen. Lerne, zu differenzieren und Entwicklungspotenzial zu erkennen. Mit diesem Wissen kannst du Dinge verändern und lernen positiv zu denken!


Weitere hilfreiche Informationen zum Thema positiv denken findest du in dem Beitrag Wie aus Problemen Chancen werden

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